Der weltblödester Mist
1 Kommentare Veröffentlicht von Matthias | Sonntag, 4. November 2007 um 05:04.
Sangen Tocotronic einst "Michael Ende du hast mein Leben zerstört", so verhält es sich bei mir mit Astrid Lindgren nicht ganz so schlimm. Aber sie geht mir allemal gehörig auf die Nerven. Oder auf die Eier, wie die eine Hälfte von Modern Talking wohl sagen würde.
Frönt das ZDF dem Schaffen und Tun von Lindgren gerade mit diversen alten Folgen von "Michel aus Lönneberga", "Pippi Langstrumpf" und anderen Skurilitäten, wird dem Ganzen die Mütze doch aber immernoch (Achtung Wortspiel!) haushoch mit "Karlsson vom Dach" aufgesetzt.
Ich habe selten im Fernsehen etwas gesehen, was ich noch weniger mochte oder verstanden habe. Ein halbglatziger Junge, der - zugegeben - durchaus beneidenswert über den Dächern der Stadt lebt und sich mittels Propellerantrieb, welches seinem Rücken entwächst, hinab zu den Menschen begibt, um soziale Kontakte zu pflegen. Genauer gesagt, wohl eher nur zu einem Menschen. Svante Svantesson aus Stockholm, genannt Lillebror (schwedisch für kleiner Bruder).
Gemeinsam erleben die Beiden lustige Abenteuer, oder besser gesagt "der weltgrößten Juxe" und mehr. Denn bei Karlsson steht der Superlativ über allem. Es gibt nur das beste, krankeste, lauteste, lustigste, berühmteste und so weiterste. Dabei legt Karlsson einen steten Stimmungswandel an den Tag, der so manchen in bestimmten Anstalten noch beeindrucken könnte.
Vieles von dem was mir an diesen Lindgren-Sachen im Allgemeinen und bei "Karlsson vom Dach" im Besonderen missfällt, liegt aber vielleicht auch an der deutschen Synchronisation. Im Original habe da noch nichts gesehen, und wenn würde ich wohl kein Wort verstehen. Bleibt mir also nur zu hoffen, dass wenn ich Schwede wäre, ich diesen ganzen Kram lieben, weil endlich sinnrichtig verstehen würde.
Da dieser Umstand aber nicht gegeben ist und sich wohl in nächstliegender Zeit auch nicht einstellen wird, bleibt mir wohl auch fortan nur mein verständnisloses Kopfschütteln übrig, wenn sich der Galtzenjunge dank Propeller direkt aus dem Rückenmark in die Luft erhebt. Das den lieben Kleinen hier ein völlig falsches Bild von physikalischen Grundlagen und Aerodynamik vermittelt wird, soll an dieser Stelle gar nicht Thema sein.
Vielmehr würde mich interessieren, ob ich mit meiner Meinung mal wieder allein auf weiter Flur stehe (oder ... wie der Engländer sagen würde "to plough a lonely furrow" - soll mal einer sagen, hier könne man nicht noch was lernen), oder ob es irgendwo da draußen jemanden gibt, dem der weltbeste Karlsson ebenso gehörig vom Dach segeln könnte wie mir?
Und ganz nebenbei ... man beachte mal die Zeit dieses Eintrags. Das nenn ich mal Einsatz im Sinne der Sache!
Frönt das ZDF dem Schaffen und Tun von Lindgren gerade mit diversen alten Folgen von "Michel aus Lönneberga", "Pippi Langstrumpf" und anderen Skurilitäten, wird dem Ganzen die Mütze doch aber immernoch (Achtung Wortspiel!) haushoch mit "Karlsson vom Dach" aufgesetzt.
Ich habe selten im Fernsehen etwas gesehen, was ich noch weniger mochte oder verstanden habe. Ein halbglatziger Junge, der - zugegeben - durchaus beneidenswert über den Dächern der Stadt lebt und sich mittels Propellerantrieb, welches seinem Rücken entwächst, hinab zu den Menschen begibt, um soziale Kontakte zu pflegen. Genauer gesagt, wohl eher nur zu einem Menschen. Svante Svantesson aus Stockholm, genannt Lillebror (schwedisch für kleiner Bruder).
Gemeinsam erleben die Beiden lustige Abenteuer, oder besser gesagt "der weltgrößten Juxe" und mehr. Denn bei Karlsson steht der Superlativ über allem. Es gibt nur das beste, krankeste, lauteste, lustigste, berühmteste und so weiterste. Dabei legt Karlsson einen steten Stimmungswandel an den Tag, der so manchen in bestimmten Anstalten noch beeindrucken könnte.
Vieles von dem was mir an diesen Lindgren-Sachen im Allgemeinen und bei "Karlsson vom Dach" im Besonderen missfällt, liegt aber vielleicht auch an der deutschen Synchronisation. Im Original habe da noch nichts gesehen, und wenn würde ich wohl kein Wort verstehen. Bleibt mir also nur zu hoffen, dass wenn ich Schwede wäre, ich diesen ganzen Kram lieben, weil endlich sinnrichtig verstehen würde.
Da dieser Umstand aber nicht gegeben ist und sich wohl in nächstliegender Zeit auch nicht einstellen wird, bleibt mir wohl auch fortan nur mein verständnisloses Kopfschütteln übrig, wenn sich der Galtzenjunge dank Propeller direkt aus dem Rückenmark in die Luft erhebt. Das den lieben Kleinen hier ein völlig falsches Bild von physikalischen Grundlagen und Aerodynamik vermittelt wird, soll an dieser Stelle gar nicht Thema sein.
Vielmehr würde mich interessieren, ob ich mit meiner Meinung mal wieder allein auf weiter Flur stehe (oder ... wie der Engländer sagen würde "to plough a lonely furrow" - soll mal einer sagen, hier könne man nicht noch was lernen), oder ob es irgendwo da draußen jemanden gibt, dem der weltbeste Karlsson ebenso gehörig vom Dach segeln könnte wie mir?
Und ganz nebenbei ... man beachte mal die Zeit dieses Eintrags. Das nenn ich mal Einsatz im Sinne der Sache!
also ich fand's früher immer toll...ist aber schon ne weile her und ich habs auch seitdem nicht wieder gesehen....sollte ich vielleicht mal wieder anschauen um zu sagen ob er weg sollte oder doch noch ne weile rumsegeln....;)